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Die differenzierte Oberstufe

am Helene-Lange-Gymnasium

Das Helene-Lange-Gymnasium gehört als vier- bis fünfzügige Schule mit ca. 1000 Schülern, davon etwa 420 in der Sekundarstufe II, zu den größeren Dortmunder Gymnasien. Das ermöglicht günstige Differenzierungsmöglichkeiten für die Oberstufe.
Ziel der gymnasialen Oberstufe ist natürlich das Abitur, die so genannte „Allgemeine Hochschulreife“. Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Gymnasium bereits nach der Qualifikationsphase 1 mit der so genannten „Fachhochschulreife (schulischer Teil)“ wieder zu verlassen. In Zusammenhang mit einer Berufsaubildung kann man dann ein Studium an einer Fachhochschule beginnen.
Eine oft gestellte Frage betrifft die Leistungskurse, von denen zwei ab der Qualifikationsphase 1 (Jahrgangsstufe 11) gewählt werden müssen. Zum Standardrepertoire unserer Schule gehören die Leistungskurse Deutsch, Englisch, Mathematik, Geschichte, Erziehungswissenschaften, Biologie und Physik und Kunst. Aber auch in anderen Fächern sind Leistungskurse möglich, z. B.  Erdkunde oder Sozialwissenschaften, wenn sie von genügend Schülerinnen und Schülern gewählt werden.


Fächerangebot in der Oberstufe
Im sprachlich-literarisch-künstlerischen Bereich werden in der Sekundarstufe II neben den bekannten Fächern Deutsch, Englisch, Französich, Latein, Musik und Kunst zwei neue Fächer angeboten: Spanisch und Literatur.
Wer bisher nur eine Fremdsprache hatte oder besonders an Sprachen interessiert ist, kann das Fach Spanisch als neu einsetzende Fremdsprache belegen. 
Lust aufs Theaterspielen? Dann bietet sich in der Qualifikationsphase 1 die einmalige Möglichkeit das Fach Literatur zu wählen. Der 3-stündige Grundkurs wird als eine Option neben Musik und Kunst angeboten.
Der Literaturkurs richtet sich ausdrücklich an alle interessierten Schülerinnen und Schüler. Es sind keinerlei Vorerfahrungen im Bereich Bühne und Schauspiel erforderlich. Wichtig ist die Lust, Neues und Ungewöhnliches auf der Bühne zu probieren. Im Literaturkurs werden wichtige Fähigkeiten gestärkt, die für die SchülerInnen persönlich aber auch später beruflich sicherlich eine wichtige Rolle spielen werden. Und ganz nebenbei macht Theaterspielen natürlich viel Spaß und Freude.

Der Literaturkurs ist in verschiedene Phasen unterteilt. In der ersten Phase werden die SchülerInnen mit den wichtigsten Grundlagen des Theaterspielens vertraut gemacht. Zu Beginn der Projektphase entscheiden sie sich für ein Thema, das in den kommenden Monaten szenisch erarbeitet und so gemeinsam zu einem Stück entwickelt wird. Das Projekt findet mit einer Aufführung zum Schuljahresende seinen Abschluss.

Im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld werden neben den aus der Sekundarstufe I schon bekannten Fächer Erdkunde und Geschichte die Fächer Philosophie, Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften angeboten
In jedem Fach dieses Aufgabenfeldes (also auch in Erdkunde und Geschichte) setzt man sich mit Fragen nach den Grenzen und Möglichkeiten menschlichen Denkens und Handelns, seinen gesell­schaftlichen und zeitbezogenen Voraussetzungen und Auswirkungen auseinander.


Erziehungswissenschaft
In Erziehungswissenschaft werden diese Fragen unter dem Blickwinkel menschlichen Lernens gestellt: Welche Verhaltensweisen erlernen Menschen im Laufe ihrer Entwicklung? Warum erlernen wir diese Verhaltensweisen? Wie erlernen wir sie? Warum werden Jugendliche kriminell? Es wird also untersucht, wie sich Kinder und Jugendliche entwickeln und welchen Beitrag Erziehung zur Entwicklung leistet, welche Vorstellungen es zur Gestaltung der Erziehung und des Bildungswesens gibt (z.B. Schule, Kindergarten und Familie). Welche theoretischen Erklärungsmodelle gibt es? Wie können sie uns helfen unseren Alltag besser zu bewältigen? Dieses Fach ist deshalb interessant, weil jeder mit Erziehung zu tun hat und man eigene Erfahrungen in den Unterricht einbringen kann.


Sozialwissenschaften
Ist unser Staat zu teuer? Sollte die Bundeswehr überall in der Welt für Frieden sorgen? Sollten Männer und Frauen im gleichen Maße berufstätig sein, Hausarbeit und Kindererziehung unter­einander aufteilen? Verdrängen Roboter in Zukunft die letzten Arbeitsplätze? Wird die Erde unbewohnbar wie der Mond? ......
Viele solcher Fragen sind sicherlich schon im Politik-, Religions- oder Deutschunterricht diskutiert worden, oder auch auf dem Schulhof, im Freundeskreis. Selten gibt es auf solche Fragen eindeutige Antworten. Auch Wissenschaften halten meist keine eindeutigen Antworten bereit. Aber sie liefern Daten, entwickeln Modelle, zeigen Entwicklungen auf. Auf dieser Grundlage kann man sich oft eine besser begründete Meinung bilden.
Daher sind Sozialwissenschaftler häufig in den Beraterstäben der Politiker anzutreffen, oder an Stellen, die sich mit Zukunftsplanung und Entwicklung befassen. Kenntnisse und Leistungen in Sozialwissenschaften werden auch bei vielen beruflichen Bewerbungen erwartet.
Da es aber - wie schon gesagt - selten eindeutige Antworten gibt, auch wenn sie im einzelnen noch so vernünftig entwickelt und begründet werden, bleibt auch im Fach Sozialwissenschaften reichlich Platz für Diskussionen.

 

Philosophie
Der erste Mann, den wir heute Philosoph nennen, lebte etwa 625 - 545 v. Christi Geburt. Er hieß Thales. Von ihm ist eine amüsante Begebenheit überliefert:
Als er nämlich die Sterne beobachten wollte und dabei nach oben blickte, fiel er in einen Brunnen. Eine witzige Magd soll ihn daraufhin mit den Worten verspottet haben:
"Du willst wissen, was am Himmel ist, doch der Brunnen vor deinen Füßen bleibt dir verborgen."
Wir erkennen aus dieser Begebenheit: Philosophie betreibt man zuerst einmal nicht in praktischer Absicht, sondern um zu wissen, was die "Welt im Innersten zusammenhält". Der Philosoph ist also ein Freund der Weisheit ( Philos = Freund, Sophia = Wissen, Weisheit). Trotzdem sind der Philosoph und auch der Schüler, der Philosophie als Kurs in der gymnasialen Oberstufe wählt, keine weltfremden Menschen. Denn alles Denkbare kann Gegenstand des Philosophieunterrichts sein: z.B. das Erkennen, die Wissenschaft, das Handeln der Menschen, der Staat, aber auch die Freundschaft, die Lust am Leben und die Verzweiflung der Menschen. Deshalb bietet dieses Fach den Schülern und den Lehrern eine große Freiheit in der Auswahl der Themen. Allen möglichen Themen gegenüber nimmt der Philosoph eine kritische Haltung ein. Er hinterfragt und entwickelt die Fähigkeit, sich sogar über Selbstverständliches zu wundern.
Das Fach Philosophie kann entweder als Grundkursfach gewählt werden, oder es ist für diejenigen Schüler, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben, verpflichtendes Ersatzfach.
Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld werden die aus der Sekundarstufe 1 bekannten Fächer Mathematik, Biologie, Chemie und Physik unterrichtet.


Biologie, Chemie, Physik
Heutzutage werden nahezu alle Bereiche unserer Gesellschaft maßgeblich durch Naturwissenschaft und Technik geprägt, so auch unsere kulturelle Identität.

Gegenstand des naturwissenschaftlichen Unterrichts am HLG sind naturwissenschaftliche Phänomene, die sich empirisch erfassen, Kriterien geleitet beschreiben und mit Hilfe entsprechender Verfahrens- und Erkenntnisweisen erschließen lassen.

Mit anderen Worten, das Experiment steht im Fokus unterrichtlichen Geschehens, sei es als Schülerexperiment, Lehrerdemonstration oder Video unterstützt.

In der Oberstufe des HLG knüpft der naturwissenschaftliche Unterricht an den kompetenz­orientierten Unterricht der Sek. I an.

Er vermittelt neben grund­legenden Kenntnissen und Qualifikationen Einsichten in komplexere Natur­vorgänge und technische Prozesse.

Neben den aus der Sek. I bekannten und für die naturwissenschaftlichen Fächer „Chemie“, „Biologie“ und „Physik“ relevanten Kompetenzbereichen (vgl. Abb. 1),

sind folgende Inhalte für die einzelnen naturwissenschaftlichen Fächer zu differenzieren (vgl. Tabelle 1).

„Umgang mit Fachwissen“,

„Erkenntnisgewinnung“,

„Kommunikation“ und

„Bewertung“

 Abb. 1: Kompetenzbereiche

 

Fach

Chemie1

Biologie

Physik1,2

Einführungs-

phase

1. Kohlenstoffver

    bindungen und

    Gleichgewichts-

    reaktionen

1. Biologie der

    Zelle

2. Energiestoff-

    wechsel

1. Mechanik

Qualifikations-phase

2. Elektrochemie

3. Säuren, Basen & 

    analytische  

    Verfahren

4. Organische

    Produkte – Werk-

    und Farbstoffe

3. Genetik

4. Neurobiologie

5. Ökologie

6. Evolution

2. Quantenobjekte

3. Elektrodynamik

4. Strahlung und

    Materie

5. Relativität von

    Raum und Zeit

Tabelle 1: Inhaltsfelder der naturwissenschaftlichen Grundkurse am HLG

1 Chemie- und Physikleistungskurse erfolgen regelmäßig in Kooperation mit dem MPG.

2 Die Inhaltsfelder des Leistungskurses weichen z.T von denen des Grundkurses ab.

 

Informatik

Im Grundkursfach Informatik sollen Daten und Probleme für einen Computer optimal aufbereitet und mit dem Rechner gelöst werden. Dabei lernt man mindestens eine Programmiersprache kennen. Es werden verschiedene Möglichkeiten (z.B. Textverarbeitung, Datenbanken, Prozessorsteuerung, Computergraphik) am Rechner ausprobiert und die Auswirkungen dieser Möglichkeiten (z.B. Datenmissbrauch und Datenschutz, Rationalisierung und Arbeitsplätze) besprochen. Natürlich geht es auch um den Aufbau des Computers und wie Maschinensprache wirkt. Die Arbeit findet häufig in kleinen Gruppen am Rechner statt, da jede Theorie auch praktisch erprobt wird, und an größeren Projekten in Teams bearbeitet wird.

 

Unterricht ist nicht alles

Eine Verbindung von Lernen und Freizeit sind die Studienfahrten, die in der Oberstufe angebunden an die Leistungskurse der Qualifikationsphase 2 stattfinden. Diese variierten in den letzten Jahren von meereskundlichen Untersuchungen an der Costa Brava bis zu Städtefahrten nach z.B. Wien, Florenz, London oder Dublin.

Alle zwei Jahre findet für interessierte Schüler der Oberstufe ein USA-Austausch mit unserer Partnerschule in Omaha / Nebraska statt.

Zu Beginn der Einführungsphase findet in Zusammenarbeit mit der anders.beraten GmbH ein Seminar über Selbstmanagement und Methodentraining statt. Zudem werden die Schüler und Schülerinnen in Vorbereitung auf die Facharbeit in der Qualifikationsphase 1 (Jahrgangstufe 11) in der Stadt- und Landesbibiliothek über das Angebot informiert.

Seit längerem läuft ein Berufserkundungs-Projekt, das in mehreren Phasen die drei Oberstufenjahre durchzieht. Am Ende des 1. Halbjahres der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 10) wird ein Berufserkundungspraktikum durchgeführt.

Die Vernetzung unserer gesamten Schule ist abgeschlossen. Wir sind Medienstützpunkt für Hombruch.

Für das leibliche Wohl in den großen Pausen sorgt das Angebot in der Mensa, die täglich warme und kalte Speisen und Getränke für die Schüler und Schülerinnen anbietet.

Die Oberstufe hat zudem einen eigenen Aufenthaltsraum und ein Silentium, in dem z.B. in Freistunden in Ruhe gearbeitet werden kann.

 

Weitere Informationen gewünscht?

Dann ruft das Sekretariat des Helene-Lange-Gymnasiums unter der Telefonnummer 50 29 150 an. Die Sekretärinnen Frau Grabbe und Frau Burkhard werden mit euch einen Gesprächs­termin vereinbaren. Ihr könnt euch dann mit der Oberstufenkoordinatorin, Frau Christiani,  oder dem Schulleiter, Herrn Möllencamp, unterhalten.

 

 

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