"...weil Hannelore jüdisch war"

„…weil Hannelore jüdisch war.“

Ausstellungsbesuch des Kurses Evangelische Religionslehre der Klassen 9 c/d am 30. Juni 2017

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Das ehemalige Bunkergeschoss der Droste-Hülshoff-Schule beherbergt die Ausstellung „…weil Hannelore jüdisch war.“. Sie verdeutlicht am Beispiel der jüdischen Familie Hayum aus Dortmund-Kirchlinde die Struktur der systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung von 1933 - 1945. An rund zehn Stationen werden Ausgrenzung, Entrechtung, Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung anschaulich dargestellt. So stellen ein leeres Bücherregal und ein Haufen mit „verbotenen“ Büchern vor einem Feuer (u. a. Kinderbücher von Erich Kästner) die öffentlichen Bücherverbrennungen dar. Ein Beamtenschreibtisch mit einem Volksempfänger und einer Sammlung von sogenannten „Judengesetzen“ verdeutlicht die zunehmende Entrechtung der jüdischen Bevölkerung Deutschlands.

Das Besondere: Die Ausstellung wurde von Schülerinnen und Schülern der „Arbeitsgemeinschaft gegen Rechts“ konzipiert und aufgebaut. Anfänglich konnten noch Zeitzeugen befragt werden. Stolpersteine wurden verlegt. Heute führen Schülerinnen und Schüler der 8. – 10. Klassen durch die Ausstellung. Im Rahmen der AG bilden sie sich regelmäßig fort und überarbeiten und verbessern die Ausstellung. Den versäumten Unterricht müssen sie übrigens selbständig am Nachmittag nachholen.

Fazit einer Schulerin des Religionskurses: „Die Ausstellung ist sehr anschaulich aufgebaut. Das Schicksal der Familie Hayum bildet den roten Faden. Wir durften alles anfassen und wurden immer wieder in die Führung einbezogen.“ Ein Schüler resümiert: „Mich hat das Engagement der Jugendlichen sehr beeindruckt. Außerdem haben die Jugendlichen frei gesprochen und es wurden immer wieder Parallelen zum Rassismus in unserer Zeit gezogen.“

 

Ina A. Bierbrodt

Einführung Religion

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Der Religionsunterricht ist "in den öffentlichen Schulen ... ordentliches Lehrfach." (Artikel 7,3 des Grundgesetzes). Gemäß dem Bildungsauftrag des Gymnasiums erschließt er die religiösen Dimensionen der Wirklichkeit und des Lebens und trägt zur religiösen Bildung der Schülerinnen und Schüler bei. Er ist dem Leben und der Lehre der Kirchen und damit zugleich dem Geist der Ökumene verpflichtet. Seine primäre Bezugswissenschaft ist die Theologie. Religionsunterricht wird erteilt in dem Bewusstsein, dass der christliche Glaube auf unverwechselbare Weise einen Beitrag zur Befähigung der Schülerinnen und Schüler zur mündigen Gestaltung ihres Lebens in einer demokratisch verfassten Gesellschaft leistet. Auf der Grundlage von Religion und Glaube soll der Religionsunterricht zu verantwortlichem Denken und Verhalten befähigen. Religiöse Bildung trägt so zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler und ihrer Weltorientierung bei, in der die Würde des Menschen und die Verwirklichung der von Gott gewollten Freiheit im Vordergrund steht. Im Religionsunterricht wird dann ebenso Toleranz grundgelegt wie Kritikfähigkeit und die Fähigkeit zum Austragen von Konflikten.

 

Im Rahmen der Korrelationsdidaktik ist "Erfahrung" leitender Begriff. Deshalb arbeiten wir mit Methoden, die Schülererfahrungen bewusst werden lassen, Erlebnisse ermöglichen, aus denen neue Erfahrungen werden können, und die dabei helfen, sich mit vermittelten Erfahrungen auseinanderzusetzen. Um den Schülern die eigene und fremde Religionen vorzustellen, unternehmen wir beispielsweise Unterrichtsgänge zu Kirchen, zur Dortmunder Synagoge oder zur Moschee.

Der Religionsunterricht achtet die unverfügbaren persönlichen Glaubensüberzeugungen der Schülerinnen und Schüler für ihre unterschiedlichen religiösen und weltanschaulichen Grundorientierungen. Deshalb ist er offen für alle Schülerinnen und Schüler, die an ihm teilnehmen wollen, bzw. deren Eltern dies wünschen.

Unser Fach wird in der Sekundarstufe I zweistündig und in der Sekundarstufe II dreistündig unterrichtet.

 

Zurzeit werden die Fächer Evangelische und Katholische Religionslehre von insgesamt zehn Lehrerinnen und Lehrern, zwei evangelischen Pfarrerinnen und einer Referendarin unterrichtet. Da uns die Ökumene sehr am Herzen liegt, tagen beide Fachschaften schon seit Jahren gemeinsam. Mindestens einmal im Jahr nehmen wir gemeinsam an einer Fortbildung teil. In den letzten beiden Jahren haben wir das Benediktinerkloster in Bochum-Stiepel und das Filmmuseum in Düsseldorf mit einer Fortbildung zum Film „Adams Äpfel“ besucht.

 

Zur weiteren Information

  •  Curricula für die Sekundarstufen I und II im Downloadbereich (getrennt nach Evangelischer und Katholischer Religionslehre)
  •  Grundsätze zur Leistungsbeurteilung