Car Wash Day

Car-Wash Day

 

Anfang März in Dortmund. Der Winter legt zumindest kurzzeitig eine Pause ein. Das Thermometer klettert schüchtern über die 0 Grad Marke und auch die Sonne hält sich an diesem Samstag erstmals nicht mehr bedeckt und sendet zum Gruß Sonnenstrahlen an die nach Licht ächzende Bevölkerung zu Füßen des Ardeygebirges. Die vierrädrigen Vehikel sind gezeichnet von Eis und Schnee und dem aggressiven Salz, das es im Besonderen auf den Lack abgesehen hat - alles in allem optimale Ausgangsbedingungen für den „Car-Wash-Day" 2013.

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Normalerweise verschlägt es einen Schüler selten auf das Gelände der BMW- Niederlassung Dortmund, auf dem sich die Luxusboliden dicht an dicht aneinander reihen. Dieser Umstand lässt sich zumeist mit der fehlenden finanziellen Potenz begründen. Doch der gute Schüler folgt dem Ruf des Geldes und setzt seinen jugendlichen Esprit und seine (noch) beweglichen Finger dazu ein, um Dreck, Salz und allerlei Unrat des Winters von den Blechen der Autos zu kratzen. Bevor es aber an den Stolz des Kunden geht, muss sich jeder Autopfleger einer 30-minütigen Einweisung unterziehen, damit auch der letzte Schmutz seine Daseinsberechtigung verliert und der Hochdruckreiniger nicht unbeabsichtigter weise zum Zerstörer des Sachwertes auf vier Rädern wird. Für Erheiterung sorgte bei dieser Unterweisung ein hauptberuflicher Autowäscher, der großen Wert auf die Unterscheidung des „grünen Produktes" und des „roten Produktes" legte.

 

Nachdem nun das Drucken und das Verteilen der Flyer, die Unterweisungen und die weiteren organisatorischen Schritte Geschichte waren, konnte der Tag kommen, an dem der Rubel nun endlich Rollen sollte. Autos aller Größen und Fabrikate mit den unterschiedlichsten Fahrern frequentierten in großer Zahl die Waschstraße. Nach der Außenwäsche folgte die Innenwäsche, bei der neben dem Saugen auch das Putzen mit edlen Tüchern einer französischen Nobelboutique enthalten war. Eröffnet wurde der Tag durch die Reinigung des familienfreundlichen Vans von unserem Stufenleiter Herr van Nek; doch auf Frau Rawohl ließ sich nicht Lumpen und zog mit ihrem kompakten Flitzer wenig später nach. Die zuweilen lange Wartezeit wurde überbrückt durch kulinarische Angebote in Form von Café und Kuchen oder auch einer herzhaften Wurst vom eigens aufgebauten Holzkohlengrill. Jede helfende Hand wurde gerne gesehen; allerdings hat es an Unterstützung zu keinem Zeitpunkt gemangelt, was dem fleißigen Erscheinen der Schülerschaft und engagierter Eltern zu verdanken war.

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Am Ende des Tages glänzten die Autos beim Verlassen der Waschstraße mit denen in den Schaufenstern des bayrischen Automobilkonzerns um die Wette. Nachdem mit vereinten Kräften auch das letzte rollende Gefährt in einen werksähnlichen Zustand zurückversetzt wurde, konnte nun auch das Zelt und der Grill wieder weichen, sodass Frau Minu Nassiri Abrishamchi - bei der wir uns an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlichen bedanken wollen - begleitet von einem Blumenstrauß, überreicht im Namen unserer Stufe, das Gelände abschließen konnte. Zufrieden waren wir allemal: Ein finaler Betrag von 1120 Euro auf der Einnahmeseite bedeutet einen kleinen aber wichtigen Schritt auf dem langen und beschwerlichen Weg der Finanzierung des Abiballs.

 

Verfasst von einem Schüler der ersten G8-Stufe des HLG, Abiturjahrgang 2012 / 13.